Björn Försterling: Aktuelle Zahlen sprechen vernichtendes Urteil über niedersächsische Bildungspolitik – GroKo führt Fehler der rot-grünen Vorgängerregierung fort

Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion, Björn Försterling, zeigt sich entsetzt über die heute von Kultusminister Tonne präsentierten Zahlen zur Situation an den niedersächsischen Schulen. „Die von Kultusminister Tonne heute veröffentlichten Zahlen sprechen ein vernichtendes Urteil über die Bildungspolitik in Niedersachsen. Die Unterrichtsversorgung ist nochmals schlechter geworden und die Abordnungen von Lehrkräften sind um ein Vielfaches gestiegen. Die Gymnasiallehrer retten gerade landesweit die Grundschulen vor massivem Unterrichtsausfall. Das darf kein Dauerzustand werden“, so Försterling. Man habe offenbar nichts aus den Fehlern der Vorgängerregierung gelernt, sondern führe ganz im Gegenteil deren Politik nun einfach fort. „Zwar hat der Kultusminister ein neues Gesicht, aber er setzt die alte Politik fort. Wenn der Beruf des Lehrers nicht schnell aufgewertet wird durch eine bessere Besoldung und eine schnelle Einstellungsgarantie für Nachwuchskräfte, werden wir in Niedersachsen nicht genügend Lehrer finden, um den Schülern eine Unterrichtsgarantie geben zu können“, erklärt der FDP-Bildungsexperte weiter. Die angekündigten Maßnahmen des Ministers, zum kommenden Schuljahr 14.000 Stunden aus der vorschulischen Sprachförderung abzuziehen, sei Augenwischerei. „Das hilft vielleicht den Grundschulen und verhindert ein weiteres Ausufern der Abordnungen, es trifft aber die Schwächsten der Kinder, nämlich die, die künftig wieder mit Sprachdefiziten eingeschult werden. Bildungsgerechtigkeit geht anders“, kritisiert Försterling.

Hintergrund: Kultusminister Tonne (SPD) gab heute im Rahmen einer Pressekonferenz die aktuellen Zahlen und Daten zur Situation an den niedersächsischen Schulen bekannt.