Christian Grascha: 262 Millionen sind zu viel – Rot-Grün macht politischen Deal beim BLB-Kauf

Hannover. Als überteuerten politischen Deal kritisiert Christian Grascha, Finanzexperte der Freien Demokraten im Niedersächsischen Landtag, die Übernahme der Bremer Landesbank (BLB) durch die NORD/LB: „Mit dem Kauf der BLB holt sich die NORD/LB eine Vielzahl an Risiken ins Haus. Der Kaufpreis in Höhe von 262 Millionen Euro ist angesichts dessen viel zu hoch. Wäre man ausschließlich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorgegangen, hätte der Kaufpreis den sogenannten symbolischen Euro nicht übersteigen dürfen.“

Grascha kritisiert, es ginge Rot-Grün in Niedersachsen und Bremen vor allem um einen politischen Deal ohne Rücksicht auf wirtschaftlichen Sachverstand: „Verzuckert wurde dieser Deal politisch noch durch ein Aufsichtsratsmandat für das Land Bremen, ohne dass die Bremer tatsächlich Anteile halten. Wenn am Ende die grüne Finanzsenatorin Karoline Linnert noch mit einem Aufsichtsratsmandat bei der Nord/LB für ihr Missmanagement belohnt wird, wäre das ein politischer Skandal.“ Die Einigung über den Kauf der BLB dürfe laut Grascha keine Blaupause für die norddeutschen Landesbanken in Gänze werden. Am Ende wäre dies nur zum Schaden der Steuerzahler, mahnt der FDP-Politiker.

Hintergrund: Die Träger der Bremer Landesbank (BLB) und der NORD/LB einigten sich gestern auf die Übernahme der BLB durch die NORD/LB. Es wurde vereinbart, dass das Land Bremen für seine Anteile 262 Millionen Euro erhält, davon 82 Millionen Euro in Form von BLB-Beteiligungen an den Wohnungsgesellschaften Brebau und Gewoba sowie an dem Logistikunternehmen BLG.