Eröffnungsveranstaltung der Ausstellung

Die heile Welt der Diktatur? Herrschaft und Alltag in der DDR" 

Am 01. Juni 2010 wurde die Ausstellung „Die heile Welt der Diktatur? Herrschaft und Alltag in der DDR" vom Vorsitzenden der FDP-Landtagsfraktion Christian Dürr eröffnet. An der Ausstellung nahmen über 40 kultur- und geschichtsinteressierte Bürger teil.

Im Anschluss an die Eröffnungsfeier fand eine Podiumsdiskussion statt, die vom Parlamentarischen Geschäftsführer Christian Grascha geleitet wurde. Hierfür konnten drei herausragende Persönlichkeiten gewonnen werden. Zu ihnen zählte Hartmut Büttner, der Anfang 2010 das Netzwerk für SED und Stasi-Opfer gegründet hat. Er hat erkannt, dass es über 3.000 SED-Opfer in Niedersachsen gibt, die ein großes Bedürfnis danach haben, Hilfe bei der Verarbeitung ihrer Vergangenheit zu finden. Über den Hintergrund der Leiden der Opfer berichteten zwei geladene Zeitzeugen, Siegfried Jenkner und Gernot Preuß. Jenkner war als Widerstandskämpfer in der Belter Gruppe tätig und erzählte von seiner Verurteilung zu zwei Mal 25 Jahren Zwangsarbeit und seiner Haft in der Sowjetunion. Preuß, der als Flüchtlingshelfer tätig war, berichtete von seinen Erfahrungen mit der Staatssicherheit. Aus seinen Schilderungen wurde deutlich, wie emotional das Thema SED-Diktatur selbst nach Jahrzehnten noch ist und wie schwer es den Opfern fällt, über die Vergangenheit zu sprechen. Die Verarbeitung des Erlebten wird wohl noch ein Leben lang dauern.

 



FDP Fraktion Niedersachsen
Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz 1 | 30159 Hannover | Tel. 05 11 30 30 - 43 01 | info@fdp-fraktion-nds.de
© 2009 FDP Fraktion Niedersachsen.

site created and hosted by nordicweb