Jan-Christoph Oetjen: „Die EU-Agrarpolitik muss die unternehmerische Landwirtschaft in den Mittelpunkt stellen.“

28.04.2010

Hannover. Auf EU-Ebene werden gerade die Weichen für die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 gestellt. Der FDP-Agrarexperte Jan-Christoph Oetjen sagt, jetzt gehe es darum, die Landwirtschaft in Niedersachsen noch stärker zu machen. Für Oetjen ist klar: „Die Reform der europäischen Agrarpolitik muss die unternehmerische Landwirtschaft in den Mittelpunkt stellen."

Der landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion spricht sich dafür aus, Marktsteuerungsinstrumente weiter abzubauen. So könne sich auch in der Landwirtschaft stärker als bisher ein freier Markt entwickeln. „Die FDP setzt auf das bewährte Zwei-Säulen-Modell von Direktzahlungen an die landwirtschaftlichen Betriebe und der Förderung des ländlichen Raums", meint Oetjen, „diese Säulen müssen verlässlich finanziert werden." Dazu würden auch weiterhin Bundesmittel benötigt. Oetjen zufolge muss auch der Bürokratieabbau weiter vorangetrieben werden.

FDP- und CDU-Fraktion haben zur Gemeinsamen Agrarpolitik der EU einen Antrag in den Niedersächsischen Landtag eingebracht. Darin bitten sie die Landesregierung, die politische Debatte aktiv mitzugestalten. Oetjen sagt: „Für uns in Niedersachen haben die Entscheidungen in Brüssel eine besondere Bedeutung. Wir sind das Agrarland Nummer 1 in Deutschland. Jeder fünfte Arbeitsplatz ist mit der Land- und Ernährungswirtschaft verbunden." In dem Antrag werde deshalb auch deutlich gemacht, dass die finanzielle Ausstattung der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 transparent, nachvollziehbar und nachhaltig sein müsse.

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