Björn Försterling: „Identität muss sich entwickeln und kann nicht übergestülpt werden!“

19.08.2010

Hannover. In der Diskussion um die Zukunft des Großraums Braunschweig hat der Wolfenbütteler FDP-Abgeordnete Björn Försterling davor gewarnt, die Identität der Region dabei zu vergessen. Försterling lehnte im Niedersächsischen Landtag einen Antrag der SPD-Fraktion ab, dem Zweckverband Großraum Braunschweig weitere Aufgaben zu übertragen. „Es ist falsch, jetzt von Hannover aus das Ende des Diskussionsprozesses zu diktieren. Identität muss sich entwickeln und kann nicht übergestülpt werden", sagte Försterling im Landtag.

Försterling stehen dem Gedanken der SPD rein praktische Schwierigkeiten entgegen. Als Beispiel nannte der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion die Übertragung der Zuständigkeiten im Schulbereich, unter anderem für die Berufsbildenden Schulen. Nach dem Gesetzentwurf der SPD wäre die Zweckverbandsversammlung für diese Schulen zuständig. Försterling fragte: „Wie soll ein ehrenamtlicher Kommunalpolitiker aus Braunlage im dann einzurichtenden Verbandsschulausschuss eine Entscheidung über den Standort Hankensbüttel der BBS II im Landkreis Gifhorn treffen? Allein die einfache Fahrzeit, um sich das vor Ort anzuschauen, beträgt mehr als 1 ½ Stunden."

Försterling hat keinen Zweifel, dass die Region Braunschweig in Zukunft noch enger zusammenwachsen wird. Bei den Menschen vor Ort werde sich die regionale Identität weiterentwickeln. Försterling merkte aber auch an: „Die ausführliche und intensive Diskussion der verschiedenen Positionen im Braunschweiger Land macht für mich eines deutlich: Wir sind am Anfang der Diskussion und nicht am Ende!"

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