Christian Grascha: Plan- und Genehmigungsverfahren ist das schärfste Schwert, um zu einer Erdverkabelung zu kommen.

20.08.2010

Hannover. Die Landesregierung pocht darauf, dass die geplanten Starkstromtrassen in Niedersachsen teilweise unterirdisch verlegt werden. Das geht aus der Antwort einer Mündlichen Anfrage hervor, die der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion Christian Grascha gestellt hatte. Demnach erwartet die Landesregierung, in der Nähe von Wohnbereichen bereits in der Antragstellung eine „eingriffsärmere Ausbautechnik" einzuplanen.

Grascha sieht im Plan- und Genehmigungsverfahren das schärfste Schwert, um zu einer Erdverkabelung zu kommen. Er fordert: „Auch andere Ziele der Raumordnung, wie zum Beispiel Naherholung oder Tourismus, müssen dabei anerkannt werden." Das macht der Einbecker FDP-Abgeordnete auch für die geplante Trasse von Wahle nach Mecklar deutlich: „Der Betreiber muss den politischen Willen akzeptieren, dass es eine Pilottrasse für eine teilweise Erdverkabelung ist. Wenn er das nicht berücksichtigt, ist die Trasse nicht genehmigungsfähig!"

Die Landesregierung sieht in einer abschnittsweisen Erdverkabelung auch Vorteile für die Betreiber. In der Antwort auf die Anfrage heißt es, man könne so „in Einzelfällen zu deutlich kürzeren Trassenverläufen kommen".
„Klar ist: Wir brauchen neue Trassen, um den Strom aus unseren erneuerbaren Energien weiter zu transportieren", sagt Grascha, „klar ist aber auch: Man muss bei der Trassenplanung die Menschen berücksichtigen, die in den betroffenen Gebieten wohnen. Ohne das geht es nicht."

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