Roland Riese: „Wilhelmshaven oder Hamburg? Wir werden beide Häfen brauchen!“
24.08.2010Hannover. Für den FDP-Abgeordneten Roland Riese liegt die Entwicklung des Hamburger Hafens auch im niedersächsischen Interesse. Der hafenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion stellt nach einer Unterrichtung im Fachausschuss fest: „Nach einer Delle durch die Wirtschaftskrise boomt die Containerwirtschaft wieder. Deswegen werden wir langfristig den JadeWeserPort als auch den Hamburger Hafen benötigen, um die wachsenden Güterströme umschlagen zu können."
Das bestätigen laut Riese auch die langfristigen Prognosen für den Containerumschlag. Demnach ist mit einem durchschnittlichen Wachstum von 4,6 Prozent pro Jahr zu rechnen. Auch die Machbarkeitsstudie der Bundesregierung habe die Wirtschaftlichkeit einer Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe nachgewiesen. In der Studie war die Realisierung des JadeWeserPorts berücksichtigt.
Riese sieht im Hamburger Hafen keine direkte Konkurrenz zum geplanten JadeWeserPort. „Die Containerschiffgeneration mit 16 Metern Tiefgang wird in Deutschland nur Wilhelmshaven anlaufen können - und das unabhängig von Ebbe und Flut. Deshalb heißt der Konkurrent des JadeWeserPorts Rotterdam und nicht Hamburg."
Für Riese gibt es noch ein weiteres Argument für die Erweiterung des Hamburger Hafens: „In Niedersachsen hängen 30.000 Arbeitsplätze vom Hamburger Hafen ab. Von einer Stärkung des Hafens würden vor allem die Landkreise Cuxhaven, Rotenburg und Stade profitieren." Eine Anpassung der Fahrrinne von Unter- und Außenelbe sei daher auch in niedersächsischem Interesse. Aber: „Deichsicherheit und Umweltbelange müssen dabei natürlich an erster Stelle stehen", so Riese.
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