Försterling: Niedersachsen darf sich bei der Unterrichtsversorgung keine Fehler mehr erlauben – die Ministerin muss weg

Der bildungspolitische Sprecher der Freien Demokraten im Landtag Niedersachsen kritisiert die Kultusministerin aufgrund der ausbleibenden Veröffentlichung von Unterrichtsversorgungsdaten scharf: „Noch nie wurden die Werte zur Unterrichtsversorgung so spät veröffentlicht wie jetzt. Wieder einmal zeigt sich, dass Ministerin Heiligenstadt ihren Arbeitsalltag nicht in den Griff bekommt. Scheinbar hat das für sie aber auch gar keine Priorität. Wie lässt sich sonst erklären, dass man über ein halbes Jahr benötigt, um die Unterrichtsversorgung zu berechnen? Auf welcher Datengrundlage plant die Landesregierung eigentlich? Scheinbar will die Ministerin das Problem lösen, indem sie die Daten einfach nicht herausgibt. Aber die Eltern und Schüler in Niedersachsen merken täglich, dass massiv Unterricht ausfällt – jede Woche durchschnittlich mehr als 100.000 Stunden.“

 

Mit der Nichtveröffentlichung der Zahlen zur Unterrichtsversorgung habe Kultusministerin Heiligenstadt laut Försterling nur eines erreicht: „Sie hat sich in ein neues Schulhalbjahr gerettet. Zu allem bisherigen Scheitern der Ministerin kommt nun aber auch noch hinzu, dass Studienseminare zur Ausbildung neuer Lehrkräfte nicht ausreichend besetzt sind. Von den 700 möglichen Stellen wurden dort anscheinend aufgrund eines technischen Fehlers nur 540 Stellen besetzt. Wir dürfen uns aber in dieser Situation keine technischen Fehler erlauben und wir dürfen uns auch keine politischen Fehler mehr erlauben – deshalb muss die Ministerin weg“, so der Bildungsexperte.

Hintergrund: In der heutigen Sitzung des Niedersächsischen Landtags wurde erneut die mangelhafte Unterrichtsversorgung an Niedersachsens Schulen und die ausbleibende Veröffentlichung der entsprechenden Daten thematisiert.