Gero Hocker: Rot-Grün tut Kreuzkräuter als „unwichtiges Regionalthema“ ab – Anhörung im Ausschuss abgelehnt

Der umweltpolitische Sprecher der Freien Demokraten im Landtag Niedersachsen, Gero Hocker, kritisiert die Regierungsfraktionen für deren Ablehnung einer Anhörung zu Kreuzkräutern scharf: „Giftige Kreuzkräuter wachsen an Straßenrändern und auf Ausgleichsflächen und können im Futtermittel die Tiergesundheit gefährden. Wir fordern daher in unserem heute beratenen Antrag, dass die Landesregierung eine sorgfältige und dauerhafte Regulierung der Kreuzkräuter sicherstellen muss. Dass SPD und Grüne eine Anhörung zu dem Thema im Landwirtschaftsausschuss abgelehnt haben, ist unglaublich. Vor allem die Begründung, dass es sich bei Kreuzkräutern ‚nur um ein regionales Thema‘ handeln würde, das ‚nicht so wichtig‘ sei, ist eine krasse Fehleinschätzung der rot-grünen Politiker und ein handfester Skandal“, so der Umweltexperte.

 

Kreuzkräuter seien laut Hocker ein überregionales Thema. Sie machten weder an Landkreis- noch an Landesgrenzen halt, sondern könnten sich natürlich verbreiten. „Da auch Nordrhein-Westfalen und andere Bundesländer davon betroffen sind, macht sogar eine länderübergreifende Zusammenarbeit Sinn. Die Gefährlichkeit, die von den Kräutern für Weidetiere ausgeht, ist den Damen und Herren von SPD und Grünen offensichtlich vollkommen unbekannt. Ihre Haltung zeigt aber mal wieder, dass diese Landesregierung keine Regierung für alle Niedersachsen ist – es ist eine Landesregierung gegen die Nutztier- und Weidetierhalter. Das ist der eigentliche Skandal“, so Hocker.

Hintergrund: Der Landwirtschaftsausschuss hat in seiner heutigen Sitzung einen FDP-Antrag zu Kreuzkräutern beraten. Dabei hat die rot-grüne Mehrheit eine Anhörung zum Thema abgelehnt. Die heimischen Kreuzkräuter sind wichtige Futterpflanzen für Schmetterlinge und andere Insekten. Sie enthalten aber auch Giftstoffe aus der Gruppe der Pyrrolizidin-Alkaloide, die die Leber schädigen und Weidetiere gefährden können.