Hermann Grupe: Bei Nitratdüngung arbeitet Rot-Grün mit alternativen Fakten – Ideologie darf nicht wichtiger sein als Ökologie

Der landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Hermann Grupe, beklagt die Skandalisierung beim Thema Nitratdüngung durch SPD und Grüne. „SPD und Grüne behaupten, dass in Niedersachsen an 38% der Messstellen die Nitratgrenzwerte überschritten werden. Der unabhängige Landesbetrieb für Wasserwirtschaft NLWKN hingegen hat lediglich an 16% der Messstellen verletzte Grenzwerte festgestellt. Ich erwarte, dass die linken Kräfte in Niedersachsen endlich aufhören, in der Landwirtschaftspolitik immer wieder mit alternativen Fakten zu arbeiten“, ärgert sich der FDP-Agrarexperte und Landwirt. Es sei niemandem daran gelegen, die tatsächlich nachweisbaren Probleme an einigen Messstellen zu beschönigen. Die Skandalisierung durch rot-grüne Ideologen hilft Grupe zufolge niemandem – am allerwenigsten der Wasserqualität.

Grupe: „Das neue Düngerecht verursacht in der deutschen Landwirtschaft jährliche Kosten von etwa 2,5 bis 5 Milliarden Euro. Umso wichtiger ist es, sich an nachweisbaren Fakten zu orientieren und nicht teils unsinnige und teure Vorschriften zu erlassen.“ Es sei traurig, dass SPD und Grüne die Zusammenarbeit bei dem wichtigen Thema Düngerecht quasi verweigert haben. „Statt an weiteren Verbesserungen zu arbeiten, machen SPD und Grüne Politikverweigerung und schaden der Landwirtschaft. Rot-Grün verhindert, dass wir das Potenzial zur Verbesserung der Grundwasserqualität voll ausschöpfen. Dass bei SPD und Grünen Ideologie offenbar wichtiger ist, als Ökologie und Nachhaltigkeit, ist mir unbegreiflich“, so Grupe abschließend.

Hintergrund: Der lösungsorientierte Antrag der FDP-Fraktion zum Düngerecht (Drs. 17/5113) wurde von SPD und Grünen im Landtag quasi boykottiert. Eine sachliche Arbeit zu dem wichtigen Thema konnte leider kaum stattfinden.