Hillgriet Eilers: Notschleppkonzept in der deutschen Bucht gehört auf den Prüfstand – FDP-Fraktion stellt Anfrage zu Erkenntnissen und Schlussfolgerungen aus der Havarie der „Glory Amsterdam“

Hannover. Die Sprecherin für Häfen und Schifffahrt der FDP-Fraktion, Hillgriet Eilers, fordert eine Überprüfung des Notschleppkonzeptes in der deutschen Bucht. „Die Havarie des Frachters ‚Glory Amsterdam‘ wirft nicht nur Fragen bezüglich dieses speziellen Einsatzes auf, sie stellt das gesamte Notschleppkonzept in der deutschen Bucht in Frage. Es war reines Glück, dass es dieses Mal einen unbeladenen Frachter getroffen hat und es zu keiner Umweltkatastrophe gekommen ist. Für die Zukunft muss sichergestellt sein, dass Schiffe auch bei extremem Wetter abgeschleppt werden können“, so Eilers. Die massiven Probleme, die bei den damaligen Bergungsversuchen aufgetreten waren, gäben Anlass zur Sorge, dass das aktuelle Notschleppkonzept die notwendigen Anforderungen an die Sicherheit in der deutschen Bucht nicht erfülle. „Hier sind viele Fragen offen. Meine Fraktion hat deshalb eine umfangreiche Anfrage an die Landesregierung gestellt. Uns interessiert dabei vor allem, wie sie selbst die Wirksamkeit des ‚Sicherheitskonzeptes Deutsche Küste‘ einschätzt und ob eine Anpassung vorgesehen ist“, erklärt Eilers weiter.

Hintergrund: Ende Oktober kam es westlich von Helgoland zu einer Havarie des Frachters „Glory Amsterdam“. Aufgrund eines Ruderschadens war das unbeladene Schiff manövrierunfähig, trieb mit 1800 Tonnen Schweröl im Treibstoffbunker Richtung deutsche Küste und strandete schließlich vor Langeoog. Während der Bergungsversuche traten zahlreiche Probleme auf.