Hillgriet Eilers: Traditionsschifffahrt braucht konkrete Beschlüsse und keine vagen Zusagen – Minister Lies darf sich keinen Sand in die Augen streuen lassen

Hannover. Die schifffahrts- und hafenpolitische Sprecherin der Freien Demokraten im Niedersächsischen Landtag, Hillgriet Eilers, fordert die Landesregierung auf, konkrete Schritte zum Erhalt der Traditionsschifffahrt einzuleiten. „Minister Lies darf sich mit den geplanten Finanzhilfen des Bundes keinen Sand in die Augen streuen lassen. Bis diese ausgezahlt werden, können Jahre vergehen, zudem weiß niemand, mit welchen Mehrheitsverhältnissen nach der Bundestagswahl zu rechnen ist. Statt sich also darauf zu verlassen, sollten er und der gesamte Landtag sich lieber dem aktuellen FDP-Antrag zum Thema anschließen. Bereits der Verzicht auf ein Seediensttauglichkeitszeugnis für Ehrenamtliche, das vergleichbar mit denen von Berufsseeleuten sein soll, würde der Traditionsschifffahrt sofort helfen. Das wäre ein erstes, wirksames Zeichen, das sich schnell umsetzen ließe und nicht einmal den Haushalt belasten würde“, so Eilers. Die von Verkehrsminister Dobrindt  angekündigte Finanzhilfe wirke nur auf den ersten Blick wie eine echte Unterstützung. Viele Schiffe müssten jedoch teuer und zu aufwändig umgebaut werden, um der dahinter liegenden Richtlinie zu entsprechen. Außerdem sehe sie vor, dass die meisten ehrenamtlichen Crews künftig ähnliche Qualifikationen wie Berufsseeleute vorweisen müssten.

Hintergrund: Gestern äußerste sich Wirtschaftsminister Lies gegenüber dem NDR dahingehend, dass er die von Bundesverkehrsminister Dobrindt angekündigte Finanzhilfe für Traditionsschiffe begrüße.