Jan-Christoph Oetjen: Generelle Untersuchung von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen ist nicht notwendig – Landkreise brauchen Leitfaden und einheitliches Verfahren

Der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Jan-Christoph Oetjen, fordert mehr Klarheit für die Landkreise bei der Frage nach der Altersfeststellung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge. „Eine generelle Untersuchung jedes unbegleiteten minderjährigen Flüchtlings ist nicht notwendig. Wenn es aber ernsthafte Zweifel an dem Alter einzelner gibt, muss diese natürlich festgestellt werden. Für diese Fälle brauchen die Landkreise einen eindeutigen Leitfaden, der klar festlegt, wann eine Altersfeststellung notwendig ist und welches Verfahren sich dazu am besten eignet“, so Oetjen. Momentan herrsche in den zuständigen Behörden teilweise große Unsicherheit über die Vorgehensweise und es gebe keine einheitlichen Rahmen. „Die Unterrichtung hat deutlich gemacht, dass momentan ein mehrstufiges Altersfeststellungsverfahren von Anamnese, Röntgen des Handskeletts und Gebisses und eines CTs des Schlüsselbeines die aussagekräftigste Methode ist. Die dabei anfallenden Kosten sind vertretbar“, erklärt Oetjen weiter.

Hintergrund: Im Innenausschuss des Niedersächsischen Landtags fand heute eine Unterrichtung zur Altersfeststellung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge statt.