Jörg Bode: Widersprüche in den Aussagen von Ministerpräsident Weil zum Abgasskandal – FDP stellt Parlamentarische Anfrage

Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion, Jörg Bode, verlangt die Aufklärung von Widersprüchen in den Aussagen von Ministerpräsident Weil zum VW-Abgasskandal. „Was den Zeitpunkt angeht, an dem Ministerpräsident Weil vom Abgasskandal erfahren haben will, als auch was das Medium angeht, aus dem er die Informationen hatte, gibt es unterschiedliche Aussagen von ihm. Dem Landtag hat er eine andere Version präsentiert als der Presse und vor dem Untersuchungsausschuss war es dann alles doch nochmal anders. Wir werden jetzt mit einer Anfrage klären, welche Version stimmt“, so Bode. Die Dimension des Abgasskandals und die Rolle, die Weil dabei inne habe, seien zu groß, als dass man diese Ungenauigkeiten stehen lassen könne.

 

Die Aussage vor dem Untersuchungsausschuss hätte auch darüber hinaus weitere Fragen aufgeworfen. „Es ist schon bemerkenswert, dass der Ministerpräsident nicht unmittelbar von VW informiert wurde, als der Skandal an die Öffentlichkeit gelangte. Ebenso bemerkenswert ist es, dass er fast zwei Tage untätig ins Land streichen ließ, bevor er selbst zum Telefonhörer gegriffen und bei VW nachgefragt hat. Das wirft doch die Frage auf, wie ernst VW dieses Aufsichtsratsmitglied überhaupt nimmt. Und es zieht die Ernsthaftigkeit, mit der Weil nach eigenen Angaben seine Aufgaben bei VW wahrnimmt, deutlich in Zweifel“, erklärt Bode weiter.

 

 

Hintergrund: Nachdem der Ex-Vorstandsvorsitzende von VW, Ferdinand Piëch, vor der Staatsanwaltschaft Braunschweig zu Protokoll gegeben hat, Ministerpräsident Weil habe schon deutlich länger als bisher bekannt von dem Abgasskandal erfahren, bestritt dieser Piëchs Aussagen vehement. Allerdings gab es seitens Weil unterschiedliche Aussagen darüber, wie und wann er von dem Abgasskandal erfahren habe.