Stefan Birkner: Wolf ins Jagdrecht aufnehmen – auffällige Rudel müssen per Ministererlass umgehend entnommen werden

„Rot-Grün tut nichts, als sich beim Thema Wolf hinter dem Bund zu verstecken!“, musste FDP-Fraktionsvize Stefan Birkner nach den Ausführungen aus dem rot-grünen Lager in einer Aktuellen Stunde feststellen. „Das Gerede von mehr Mitteln, mehr Entschädigungen und höheren Zäunen kann von den Betroffenen niemand mehr hören. Rot-Grün müsste mal mit den Leuten vor Ort sprechen. Die Landwirte beantragen ja schon gar keine Mittel mehr, weil sie von der ständigen Gängelung aus dem Umweltministerium genervt sind, sobald Schutzzäune nicht die zentimetergenaue Höhe aufweisen“, so Birkner. Bürokratismus statt Problemlösung – das sei alles, was das grüne Umweltministerium zu bieten habe.

„Minister Wenzel weigert sich seit Jahren, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen. Sie senden damit das Signal aus, dass Ihnen die toten Weidetiere, die Schafe und die Rinder, total egal sind. Man braucht sich nicht wundern, wenn Ihre Politik vor Ort nicht ankommt. Allein in den vergangenen vier Wochen gab es 28 Risse in Goldenstedt. Wenn eine Wölfin in diesem Landkreis einen zwei Meter hohen Zaun überwindet, dann wollen wir, dass dieses Tier entnommen wird. In Cuxhaven gab es in diesem Jahr bereits 36 Wolfsrisse. Auch diese Wölfe sehen wir als verhaltensauffälliges Rudel an. Eine Entnahme ist geboten. Bei Amelinghausen streunen Wölfe Anwohnerberichten zufolge in Wohngebieten herum. Solche Aussagen der Menschen vor Ort nehmen SPD und Grüne überhaupt nicht ernst – das ist unglaublich“, so der Fraktionsvize. Seit fünf Jahren versäume man es, diese Menschen und ihre Weidetiere vor dem Wolf zu schützen. Die Rudel in Cuxhaven und Goldenstedt müssten per Ministererlass umgehend entnommen werden. Birkner: „Nehmen Sie sich der Wolfsproblematik endlich ernsthaft an, anstatt nicht mehr zu liefern als ein paar lächerliche Handlungsempfehlungen für den Fall, dass man wirklich einmal einem Wolf gegenübersteht.“

Hintergrund: Auf Antrag der CDU-Fraktion hat der Niedersächsische Landtag heute im Rahmen einer Aktuellen Stunde über Wolfsrisse in Niedersachsen diskutiert.