Stefan Birkner: Wolfsmanifest von Bund und Land ist eine Farce – Konkretes Handeln statt Lippenbekenntnisse erforderlich

Als „eine Farce, mit der niemandem geholfen ist“, bezeichnet Stefan Birkner, Fraktionsvorsitzender der Freien Demokraten im Landtag Niedersachsen, das heute veröffentlichte Wolfsmanifest von Ministerpräsident Stephan Weil und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. „Das Manifest der Landesregierung ist ein Sammelsurium an Selbstverständlichkeiten und stellt lediglich den Status Quo in der Wolfspolitik fest. Dieser ist jedoch vollkommen unbefriedigend, wenn sich nach wie vor betroffene Weidetierhalter nicht mehr zu helfen wissen“, so Birkner. Laut dem Fraktionsvorsitzenden sei es bezeichnend, dass die Landesregierung heute Beschlüsse ohne die Betroffenen, die Weidetierhalter, gefasst habe. Birkner: „Der seit über drei Jahren tagende Arbeitskreis Wolf der Landesregierung hat es bis heute nicht geschafft, einen Masterplan aufzustellen, der den Bedürfnissen der Betroffenen gerecht wird, weil sich SPD und Grüne nicht einig werden. Es ist unabdingbar, dass der Wolf endlich ins Jagdrecht aufgenommen werden muss, um Menschen und Weidetiere effektiv schützen zu können. Dazu gehört auch, die Rudel in Cuxhaven und Goldenstedt per Ministererlass umgehend entnehmen zu lassen. Konkretes Handeln statt Lippenbekenntnisse für den Wahlkampf – das wäre nun angebracht.“

Hintergrund: Der Ministerpräsident hat heute gemeinsam mit Bundesumweltministerin Hendricks ein Manifest zum Umgang mit dem Wolf vorgestellt.