Sylvia Bruns: Bei Kampf gegen Aids nicht nachlassen – Prävention erneuern – Aktuelle Zahlen sollten uns alarmieren

Hannover. Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Sylvia Bruns, fordert im Kampf gegen AIDS nicht nachzulassen. „Der Kampf gegen das HI-Virus ist nie gewonnen. Gerade unter jungen Menschen macht sich eine zunehmende Sorglosigkeit gegenüber sexuell übertragbaren Krankheiten und Infektionen bemerkbar. Die Präventions- und Aufklärungsarbeit muss weiter mit voller Kraft betrieben werden“, fordert die FDP-Gesundheitsexpertin anlässlich des Welt-Aids-Tags am 1. Dezember. Alarmierend sei, dass nach einem Bericht des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) die Zahl der HIV-Neuinfektionen 2014 in Europa stark gestiegen ist. Auch in Deutschland haben sich demnach 3.525 Menschen mit HIV infiziert – sieben Prozent mehr als im Vorjahr.

Derzeit führe der medizinische Fortschritt bei vielen jungen Menschen zum Trugschluss, dass AIDS heilbar und daher weniger gefährlich ist, sagt Bruns. HIV-Prävention müsse aber weiterhin einen hohen Stellenwert genießen. Die FDP-Fraktion hatte deshalb einen Antrag zur Präventions- und Aufklärungsarbeit in den Landtag eingebracht. Aus Sicht der FDP-Fraktion sind dabei dringend Neuerungen notwendig. „Wer redet schon gerne mit seinem Lehrer über AIDS“, fragt sich Bruns. Der Antrag wurde leider von SPD und Grünen diesen Sommer im Landtag abgelehnt. Bruns: „Bei ‚Gib AIDS keine Chance‘ dürfen wir nicht an die 90er Jahre denken, sondern an die jungen Menschen von heute und morgen. Wir dürfen im Kampf gegen das HI-Virus und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten nicht nachlassen.“

Hintergrund: Am 1. Dezember ist Welt-Aids-Tag. Aktuellen Zahlen zufolge nimmt die Zahl der Neuinfektionen in Europa stark zu. Auch in Deutschland haben sich demnach 3.525 Menschen mit HIV infiziert – sieben Prozent mehr als im Vorjahr. In Niedersachsen hat es nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts 2014 über 200 HIV-Neuinfektionen gegeben. Die FDP-Fraktion hatte in einem Antrag (Drs. 2549) eine bessere Aufklärung zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten in Niedersachsen gefordert.