Abitur nach 12 oder 13 Jahren: Ministerin lässt Schüler, Eltern und Lehrer weiter im Unklaren

Hannover. Der FDP-Bildungspolitiker Björn Försterling stellt fest, dass die Kultusministerin in der Abitur-Frage das Hinterzimmer verlassen hat. „Dennoch bleiben Eltern, Schüler und Lehrer auch nach dem heutigen Auftritt der Ministerin vor der Landespressekonferenz im Unklaren. Sie sagt zwar, man habe die Tür zum G9 aufgemacht. Zu einem Schritt vorwärts durch die Tür hindurch fehlt der Kultusministerin aber offensichtlich der politische Mut“, stellt Försterling fest.

Richtig wäre es Försterling zufolge, jetzt für Klarheit zu sorgen und deutlich zu machen, wohin die Reise geht. „Es ist respektlos gegenüber Schülern, Eltern und Lehrern, sich weiter hinter der Expertenkommission zu verstecken. Die Ministerin verzögert weiter bewusst, um den Gesamtschulen im kommenden Schuljahr einen Vorteil zu verschaffen. Das geschieht auf dem Rücken der Betroffenen“, so der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion.

 

 

Försterling hält eine Änderung des Schulgesetzes zum kommenden Schuljahr nach wie vor für realistisch. „Es ist möglich. Dem Landtag liegt ein Gesetzentwurf der FDP-Fraktion vor. Die Zeit der ministeriellen Sprechblasen sollte endlich vorbei sein” so der FDP-Politiker. Ziel der FDP im Landtag sei es, den Gesetzentwurf schnellstmöglich zur Abstimmung zu stellen.

Der Gesetzentwurf der FDP-Fraktion sieht eine Wahlfreiheit für die Schüler nach der 10. Klasse vor. Die FDP im Landtag hatte dazu bereits im Herbst auch eine Stundentafel präsentiert. Damit sollen Schüler auch in den Jahrgängen 5 bis 10 entlastet werden.

Mehr Infos zum Thema gibt es auch hier: Liberale Argumente 01_2014