Abiturreform der Kultusministerin ist nicht modern, sondern retro – Echte Wahlfreiheit wäre wünschenswert gewesen

Hannover. Der FDP-Bildungspolitiker Björn Försterling bedauert, dass die Abitur-Reform der Kultusministerin nicht zu einer echten Wahlfreiheit für die Schüler in Niedersachsen führt. „Die Reform der Ministerin ist nicht modern, sondern retro. Wenige Überflieger werden das Abitur nach 12 Jahren absolvieren, alle anderen kehren zum Abitur nach 13 Jahren zurück. Besser wäre es gewesen, allen Schüler eine echte Wahlfreiheit zu ermöglichen.“

Grundsätzlich sei es aber zu begrüßen, dass die Kultusministerin endlich dem Druck von Eltern, Schülern und Lehrern nachgegeben habe. „Wir hätten uns gewünscht, dass alle Betroffenen schon im kommenden August Rechtssicherheit haben und nicht erst ein Jahr später. Dass der Kultusministerin zuletzt die Zeit für eine Änderung schon in diesem Jahr knapp wurde, ist verständlich: Sie selbst hatte ja für die Verzögerung gesorgt“, so der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion.

 

“Wir wollen kein rot-grünes Abitur light”

 

Bei der Reform sei jetzt darauf zu achten, dass den Gymnasien alle Ressourcen erhalten blieben und das Abiturniveau nicht gesenkt werde. „Wir wollen kein rot-grünes Abitur light, das den Schülern in Niedersachsen im Ländervergleich schaden würde. Deshalb dürfen die Gymnasien im Zuge der Umstellung auf keinen Fall personell geschwächt werden“, fordert Försterling.

PS: Bereits im vergangenen Sommer hatte die FDP im Landtag ein eigenes Modell zur Abitur-Reform vorgestellt – mehr Infos hier