Almuth von Below-Neufeldt: Vorschläge der Opposition untauglich – Freiheit vor Ort statt Zentralismus

Hannover. Die Kulturpolitikerin der FDP-Fraktion, Almuth von Below-Neufeldt, reagiert mit Skepsis auf den Vorschlag der Landtagsgrünen, 15% aller öffentlichen Kulturausgaben zweckgebunden zu vergeben. „Für uns Liberale sind Freiheit und Eigenverantwortung von Kunst- und Kultureinrichtungen ein hohes Gut. Wenn Politik zentralistisch den Theatern und Museen vorschreiben will, wie sie ihr Geld vor Ort ausgeben sollen, entspricht das nicht unseren Vorstellungen von Subsidiarität,” so die liberale Kulturpolitikerin.

Die niedersächsischen Kultureinrichtungen unternähmen von Below-Neufeldt zufolge bereits jetzt enorme Anstrengungen um neue Zuschauer und Besucher zu gewinnen. „Eine gesetzliche Zweckbindung würde nicht nur alle bisherigen Bemühungen des Kultursektors abwatschen. Es wäre auch der Anfang vom Ende der Vielfalt, die die niedersächsische Kulturlandschaft so reich macht.” Für die FDP-Kulturpolitikerin bezeugt der Vorschlag der niedersächsischen Landtagsgrünen erneut, die von Misstrauen geprägte Zwangs- und Verbotskultur der Grünen. Von Below-Neufeldt: „Die Botschaft der Grünen an die niedersächsischen Kulturschaffenden könnte deutlicher nicht sein: Grüne Kulturfreiheit endet da, wo sie vom grünen Gesellschaftsbild abweicht.”

Ebenfalls eine Absage erteilte von Below-Neufeldt dem Vorschlag der SPD-Landtagsfraktion, grundsätzlichen kein Eintrittsgeld für Kultureinrichtungen zu berechnen. „Viele Experten sagen, dass der Zugang zur Kultur nicht dadurch erhöht wird, in dem sie kein Geld mehr kostet, sondern indem die Attraktivität und die Ansprache verbessert wird”, so die Abgeordnete. Schon heute gebe es in vielen Einrichtungen ein differenziertes System der Eintrittsgelder. Im Übrigen würde damit natürlich auch eine wichtige Einnahmequelle wegfallen. „Der Vorschlag unterstreicht abermals die finanzpolitische Inkompetenz der SPD”, so Almuth von Below-Neufeldt abschließend.