Björn Försterling: Bildungsminister Tonne braucht einen Plan für Schulen und Kitas nach den Osterferien

Die FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag mahnt bei Kultusminister Tonne nach der heutigen Plenarsitzung eine konkretere Planung für die Zeit nach den Osterferien an. Für Björn Försterling, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, rächen sich jetzt die Versäumnisse der Vergangenheit: „Lösungen für digitalen Unterricht wurden nicht konsequent genug vorangetrieben. Egal ob Schulen nach den Osterferien weiter geschlossen bleiben oder eine neue Erkrankungswelle diese erneut stilllegt: Minister Tonne hat noch kein Konzept für digitale Schule.“ Försterling lobt jedoch die Lehrkräfte in Niedersachsen, die ihre Schüler mit Aufgaben und Unterrichtsinhalten versorgen würden. „Mitunter nutzen die Lehrkräfte private digitale Kanäle und Plattformen, weil das Land solche Lösungen nicht anbietet. Es zeigt sich, dass die Lehrkräfte bereit sind für die Digitalisierung, das Land jedoch noch nicht“, schlussfolgert der FDP-Landtagsabgeordnete.

 

Auch für die Betreuung von Kindern und Schülern bei weiter andauernden Schließungen lägen offenbar noch keine Pläne vor. „Minister Tonne hat sehr deutlich gemacht, dass er die Verantwortung weiterhin auf Eltern und Unternehmen abwälzen will“, so Försterling. Viele Eltern hätten ihren Jahresurlaub aber bereits jetzt weitgehend aufgebraucht.

 

Die FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag wünscht auch eine Klarstellung, dass beispielsweise Kinder von Verkäuferinnen und Verkäufer im Einzelhandel in die Notbetreuung aufgenommen werden. „Interessant ist, dass der Minister trotz aller Lippenbekenntnisse diese Eltern noch immer nicht in die Gruppe der systemrelevanten Berufsgruppen aufnehmen will. So werden sie vor Ort weiter Diskussionen über ihre Kinderbetreuung führen müssen. Das ist sehr schade“, ergänzt Björn Försterling.

 

Hintergrund: Mit einer dringlichen Anfrage wollte die FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag herausfinden, wie das Kultusministerium für die Zeit nach den verlängerten Osterferien den Schulunterricht und die Kinderbetreuung sicherstellen will.