Björn Försterling: Erzieher sollten nicht für ihre Ausbildung zahlen müssen – FDP-Fraktion fordert Abschaffung des Schulgelds

Die FDP-Fraktion macht sich für eine Stärkung der Erzieherausbildung stark. In einem Antrag fordert die Fraktion, das Schulgeld für angehende Erzieher und sozialpädagogische Assistenten abzuschaffen und ihnen eine Ausbildungsvergütung zu zahlen. „Wir haben in den Kitas einen enormen Fachkräftemangel. Und es kann doch nicht sein, dass junge Leute auch noch Geld in die Hand nehmen müssen, wenn sie Erzieher werden wollen“, erklärt der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Björn Försterling.

Den Plänen zufolge sollen angehende Erzieher eine Ausbildungsvergütung von 700 Euro im Monat erhalten, für künftige sozialpädagogische Assistenten sind 500 Euro im Monat vorgesehen. Försterling machte deutlich, dass durch die Beitragsfreiheit und die Flexibilisierung des Einschulungsalters die Nachfrage nach Kitaplätzen weiter steige. „Da stellt sich nicht nur die Frage nach der Finanzierung sondern auch die Frage, wer überhaupt die Kinder betreuen und bilden soll. Die Zukunft unserer Kinder sollte es uns wert sein.“

Hintergrund: Derzeit absolvieren etwa 15 000 junge Menschen in Niedersachsen eine vierjährige Ausbildung zum Erzieher oder eine zweijährige zum sozialpädagogischen Assistenten. Etwa 3000 bis 4000 von ihnen besuchen eine private Schule, für die ein Schulgeld fällig ist. Den Antrag der Fraktion finden Sie im Dateianhang.