Björn Försterling: Land muss in Luftfilter-Streit mit Hannover einlenken - Förderrichtlinien sind absurd

Hannover. Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Björn Försterling, fordert vom Kultusministerium ein Einlenken im Luftfilter-Streit mit der Stadt Hannover. Försterling erklärt:

Hannover. Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Björn Försterling, fordert vom Kultusministerium ein Einlenken im Luftfilter-Streit mit der Stadt Hannover. Försterling erklärt: "In den Kommunen, bei Eltern, Schülerinnen und Schülern auch bei Lehrerinnen und Lehrern gibt es inzwischen ein deutlich geäußertes Bedürfnis nach mehr Schutz in den Klassenräumen durch zusätzliche Belüftungsmöglichkeiten und Luftfilter. Kultusminister Tonne muss diese Gruppen endlich ernst nehmen und sollte im Streit mit der Stadt Hannnover einlenken und die notwendigen Mittel für eine Anschaffung schnell und unbürokratisch bereitstellen. Minister Tonne hat sich lange genug um eine Entscheidung gedrückt, nun werden die Schülerinnen und Schüler nach den Ferien in Gebäude zurückkehren, die den gleichen Schutz bieten, wie schon vor den Ferien. Es wird Zeit, dass sich hier etwas bewegt." 

Zudem zeige der Streit mit der Stadt Hannover, wie sehr die Pandemiebekämpfung noch durch bürokratische Hürden behindert werde. Försterling: "Dass die Stadt Hannover jetzt die Belüftungssituation in Klassenräumen verschlechtert, um eine Luftfilter-Förderung zu erhalten, zeigt, wie absurd die Förderbedingungen sind. Statt die Geräte auch ohne Umbau zu fördern, nimmt sich das Kultusministerium lieber die Zeit, die Kommune zu kritisieren."

 

Hintergrund: Die Richtlinien des Landes fördern nur in sehr eingeschränkten Fällen den Kommunen eine Anschaffung von Luftfiltern in Schulen. Die Stadt Hannover hat nun angekündigt, die Belüftungssituation in ihren Klassenräumen zu verschlechtern, um an die Förderung zu kommen.