Björn Försterling: Landesregierung hat beim Thema Unterrichtsversorgung versagt

Der bildungspolitische Sprecher der niedersächsischen FDP-Landtagsfraktion, Björn Försterling, wirft der Landesregierung Versagen im Bereich der Unterrichtsversorgung vor.

Der bildungspolitische Sprecher der niedersächsischen FDP-Landtagsfraktion, Björn Försterling, wirft der Landesregierung Versagen im Bereich der Unterrichtsversorgung vor. „Wir sehen hier Jahr für Jahr dasselbe Schauspiel: Kultusminister Tonne muss eine schlechte Unterrichtsversorgung einräumen, dann versucht die CDU sich davon abzusetzen und kritisiert das, unterm Strich tut sich aber nichts. Im Ergebnis haben wir in diesem Schuljahr die schlechteste Unterrichtsversorgung seit 20 Jahren. Das war noch unter Siegmar Gabriel und Renate Jürgens-Pieper. Das einzig gute damals war, dass beide anschließend abgewählt wurden und ich gehe davon aus, dass das bei dieser Landesregierung nicht anders sein wird.“, so Försterling.

Statt sich ständig gegenseitig die Schuld zu geben, sollten SPD und CDU sich zusammenraufen und die notwendigen Schritte umsetzen, um die Situation an den Schulen zu verbessern. Man müsse sich beispielsweise dringend anschauen, warum alleine in diesem Schuljahr rund 200 Anwärter zwar ihren Vorbereitungsdienst hier absolviert, dann aber lieber in einem anderen Bundesland eine Anstellung angenommen hätten. „Minister Tonne redet seit Jahren davon, dass der Lehrerberuf attraktiver werden, das Potenzial geeigneter Lehrkräfte besser genutzt und mehr Studienkapazitäten geschaffen werden müssten. Passiert ist in den letzten Jahren allerdings herzlich wenig“, kritisiert Försterling.

„Auch beim Digitalisierungs-Desaster an den Schulen wird lediglich der Schwarze Peter hin und her geschoben. Die CDU sieht Minister Tonne in der Verantwortung, die SPD den Digitalisierungsminister Althusmann. Und des ist tatsächlich so, dass noch lange nicht alle Schulen an das Breitbandnetz angeschlossen sind. Häufig kann eldiglich eine Lehrkraft hybriden Unterricht anbieten, weil das gesamte Schulnetz zusammenbvricht, wenn eine zweite dazu kommt. Hier haben also beide Minister ihre Hausaufgaben nicht gemacht, die Landesregierung hat kollektiv versagt“, erklärt Försterling.

 

Hintergrund: Im Rahmen der Aktuellen Stunde der FDP-Fraktion debattierte der Landtag heute über die Unterrichtsversorgung in Niedersachsen.