Björn Försterling: Lehrerflucht nicht schönreden, sondern handeln – Arbeitsbedingungen für Lehrer verbessern

Der bildungspolitische Sprecher und stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion, Björn Försterling, sieht angesichts der zunehmenden Lehrerflucht aus Niedersachsen dringenden Handlungsbedarf. „Die Zahlen sind alarmierend, vor allem angesichts des massiven Lehrermangels. Schönreden hilft hier nicht weiter, die Landesregierung muss stattdessen endlich die Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte in Niedersachsen verbessern“, fordert Försterling. Es sei ein mehr als deutliches Zeichen, wenn einerseits immer mehr Lehrkräfte dem Bundesland den Rücken kehren möchten und andererseits kaum neue Lehrer Niedersachsen als Arbeitsplatz wählen. „Die FDP-Fraktion hat konkrete Vorschläge gemacht, wie beispielsweise die sofortige Anhebung der Besoldung für alle Lehrkräfte auf A13. Die Zeit des „Prüfens“ ist lange vorbei, hier muss endlich gehandelt werden“, so Försterling. Dass diese Forderung finanzierbar sei, haben die Fraktion in ihren Haushaltseckpunkten bewiesen. Es gehe jedoch nicht nur um mehr Geld. Försterling: „Es muss eine neue Arbeitszeitverordnung mit einem Stufenplan zur Entlastung auf den Weg gebracht werden. Mit der Rückkehr zur Altersermäßigung – wie von SPD und CDU eigentlich versprochen – muss außerdem verhindert werden, dass die Zahl an Lehrkräften, die in den Vorruhestand gehen, weiter auf dem aktuell hohen Niveau bleibt.“

Hintergrund: Wie der NDR heute berichtet, haben im laufenden Schuljahr rund 1.000 Lehrkräfte aus Niedersachsen einen Antrag zur Versetzung in ein anderes Bundesland gestellt. Diese Zahl hat sich somit innerhalb von fünf Jahren fast verdoppelt.