Björn Försterling: Mittelmaß ist nicht genug – Offensive für MINT-Fächer

Der am Freitag durch die Kultusministerkonferenz vorgestellte IQB-Bildungstrend 2018 ist kein Ruhmesblatt für die Bildungspolitik in Niedersachsen. „Die Zahlen belegen, dass es nicht besser geworden ist in Niedersachsen. Man hat den Eindruck, dass das seit Jahren von der SPD geführte Kultusministerium mit Mittelmaß zufrieden ist. Das darf im Sinne unserer Kinder aber nicht der Anspruch an Bildungspolitik in Niedersachsen sein“, kommentiert der bildungspolitische Sprecher der Fraktion der Freien Demokraten im Landtag Niedersachsen, Björn Försterling den Bericht. Es sei mehr als bedenklich, wenn nur 40,8 Prozent der Neuntklässler im Fach Mathematik nur den Regelstandard erreichen. 2012 seien es hier noch 41,7 Prozent gewesen. Noch schlechter sind die Zahlen an Niedersachsens Gymnasien. Während 2012 noch 79,1 Prozent den Regelstandard erreichten, sind es 2018 nur noch 75,3 Prozent. Auch die Zahl der Schüler, die am Gymnasium den Optimalstand erreichten, liegt mit nur noch 4,7 Prozent bedenklich weit unten. „Es wird deutlich, dass die Gleichmacherei der letzten Jahre nicht zu einer Steigerung des Bildungsniveaus geführt hat“, so Försterling weiter. Wie schlecht Niedersachsens Schülerinnen und Schüler im Bereich Naturwissenschaften aufgestellt sind, zeige sich auch im Bereich Physik. In keinem anderen deutschen Bundesland erreichen so wenige Schüler den Optimalstandard (5,9 Prozent; deutschlandweit 10,5 Prozent).

„Wir Freie Demokraten wollen eine echte MINT-Offensive für Niedersachsen. Dazu gehört die Ausbildung von ausreichenden Fachlehrern und die deutliche Reduzierung von fachfremdem Unterricht. Wir wollen, dass die MINT-Fächer von Beginn der Schulzeit an gestärkt werden. Es kann zudem nicht weiter hingenommen werden, dass Fachlehrer von Gymnasien für fachfremden Unterricht an anderen Schulformen in großem Umfang abgeordnet werden“, fordert Försterling. Gleichzeitig brauche es eine neue MINT-Offensive von Kommunen, Ländern und dem Bund, mit der Fachräume an Schulen geschaffen werden, die Lehrerausbildung in den Naturwissenschaften gestärkt wird, um so die Begeisterung bei den Schülerinnen und Schülern für diesen Bereich zu wecken. „Junge Forscher werden so zu aufgeweckten Erwachsenen, die Deutschland zum Beispiel in den Ingenieurberufen zu echten Innovationen im Bereich Klimaschutz und Energie voranbringen können“, so Försterling.

Hintergrund: Am Freitag wurden in Berlin die aktuellen Zahlen des IQB-Bildungstrends 2018 vorgestellt.