Björn Försterling: Schulgeld für Erzieher abschaffen und Beitragsfreiheit in den Kitas nicht auf Kosten der Kommunen und der Qualität – FDP zeigt, wie es geht

Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion, Björn Försterling, kritisiert massive Defizite in den aktuellen Plänen der Landesregierung bezüglich der Kindertagesstätten. „Die Beitragsfreiheit ist gut, denn sie entlastet die Eltern und damit die Mitte unserer Gesellschaft enorm. Allerdings setzt diese Landesregierung sie zu Lasten der Kommunen und zu Lasten der Betreuungsqualität durch. Es ist jetzt schon klar, dass die geplante Erstattung an die Kommunen bei Weitem nicht ausreicht. Gleichzeitig wird den Kitas mit der vorschulischen Sprachförderung eine neue Mammutaufgabe übertragen, ohne dafür personelle Ressourcen bereitzustellen. Es ist schlichtweg enttäuschend, was die Große Koalition hier abliefert“, so Försterling.

Um die Betreuungsrelation in den Kitas zu verbessern, will die FDP-Fraktion die Ausbildung für angehende Erzieherinnen und Erzieher sowie die für sozialpädagogische Assistenzen deutlich attraktiver machen. „Es kann nicht sein, dass diese jungen Menschen sogar noch Geld mitbringen müssen, um diese wichtigen Berufe zu erlernen. Wir fordern daher nicht nur eine Abschaffung des Schulgeldes, sondern darüber hinaus eine angemessene Vergütung während der Ausbildung. Wir brauchen jetzt schnell wirksame Maßnahmen und nicht – wie von der Landesregierung vorgeschlagen – eine umfassende Neustrukturierung der Ausbildung mit jahrelangen Diskussionsprozessen“, erklärt Försterling weiter.
Hintergrund: Kindertageseinrichtungen waren eines der großen Themen der heutigen Plenarsitzung. Beraten wurde über den Gesetzentwurf der Regierungsfraktionen von SPD und CDU zur Änderung des Gesetzes über Tageseinrichtungen für Kinder ebenso wie über den Antrag der FDP-Fraktion zur Bekämpfung des Fachkräftemangels in Kitas.