Björn Försterling: Schulleiter dringend gesucht – Es braucht Entlastungen und ein Recht auf Teilzeit, um die Stellen attraktiver zu machen

In Niedersachsen fehlen weiter Schulleiter. Das hat das niedersächsische Kultusministerium auf eine Anfrage der FDP-Fraktion bestätigt. Derzeit sind 180 Stellen unbesetzt. Hierzu erklärt der bildungspolitische Sprecher der Fraktion der Freien Demokraten im Landtag, Björn Försterling: „Die bisherigen Entlastungen der Schulleiter reichen nicht aus. Besonders in den Grundschulen müssen die Leitungen mehr Entlastungsstunden erhalten.“ Auch die Entlohnung müsse attraktiver werden: Kein Schulleiter dürfe unter der Besoldungsstufe A14 geführt werden.

Um auch im ländlichen Raum Lehrkräfte zu finden, die sich bereit erklären, Verantwortung als Schulleiterin oder Schulleiter zu übernehmen, fordert Försterling, das Amt auch für Teilzeitstellen zu öffnen. „Diese Regelung würde die Attraktivität, eine Schulleitung zu übernehmen, deutlich steigern. Es könnten sich zwei Personen die Verantwortung teilen“, so Försterling.

Kritik übte der Bildungsexperte am Kultusminister. „Herr Tonne sitzt das Problem aus, genauso wie seine Vorgängerin. Der einzige Unterschied ist, dass der neue Minister seine Ankündigungspolitik sympathischer verkauft. Die Zahlen aber zeigen, dass sich nichts verbessert hat.“

Hintergrund: Auf eine Anfrage der FDP-Fraktion teilte die Landesregierung mit, dass in Niedersachsen derzeit etwa 180 Schulleiterstellen unbesetzt seien.