Christian Dürr: Strahlenschutz muss bei den Experten vor Ort bleiben und gehört nicht in die Hände von Politikern

Hannover. Der Vorsitzende der FDP-Fraktion, Christian Dürr, kritisiert die Entscheidung, den Strahlenschutz vollständig im Umweltministerium zu konzentrieren. „Der Strahlenschutz war bei den Experten der Gewerbeaufsicht vor Ort sehr gut angesiedelt. Parteiübergreifend wurde die verantwortungsbewusste Arbeit der Gewerbeaufsicht gelobt. Es stellt sich die Frage, warum der Umweltminister eine so sensible Aufgabe direkt unter seine Fittiche ins Ministerium holt,“ kritisiert Dürr.

Es drängt sich Dürr zufolge der Eindruck auf, dass hier auf hochkomplexe technische Aufsichtsvorgänge politisch Einfluss genommen werden soll. „Stefan Wenzel ist schon häufiger der Versuchung erlegen gewesen, die Fragen der Atomaufsicht politisch zu instrumentalisieren. Ein Beispiel waren die vermeintlich erhöhten Messwerte am Zaun in Gorleben, die sich im Nachhinein als harmlos herausgestellt haben. Atomaufsicht und Strahlenschutz gehören in die Hände von Experten und nicht von Politikern,“ so der FDP-Politiker.