Druck statt Dialog – Rot-Grün will bei umstrittenen Gesamtschulplänen zügig Fakten schaffen

Hannover. Der FDP-Bildungspolitiker Björn Försterling teilt die Kritik der kommunalen Spitzenverbande an den umstrittenen rot-grünen Gesamtschulplänen, die heute im Kultusausschuss deutlich geworden ist. „Hier sollen schnell Fakten geschaffen werden, um die bewährte Schulstruktur im Anschluss zu zerschlagen. Druck statt Dialog ist das Prinzip bei diesem Vorgehen “, sagt Försterling.

Die Anhörung im Ausschuss habe deutlich gemacht, dass niemand beurteilen könne, wie sich die Absenkung der Gründungsvoraussetzungen auswirken werde. Försterling gibt zu bedenken: „Durch mehr Gesamtschulen gibt es nicht mehr Schüler. Daher wird es Auswirkungen auf die Schulstruktur geben. Und das muss ausführlich mit allen Beteiligten und allen Verbänden diskutiert werden.” Dafür brauche man Zeit.

Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion fordert, die geplante geringere Anzahl von Schulklassen von der Debatte um das Abitur nach 13 Jahren an den Gesamtschulen zu trennen. „Für die Absenkung der Zügigkeit besteht kein akuter Handlungsbedarf, die ersten Schulen könnten ohnehin erst zum 01.08.2014 damit starten. Daher hätten wir ausreichend Zeit für eine öffentliche Diskussion, es sei denn, Rot-Grün scheut den Dialog und die zu erwartenden Proteste”, so Försterling. „Wer die Schullandschaft aus ideologischen Gründen zerschlagen will, der muss auch den Mut haben dazu öffentlich zu stehen!”