Entscheidung zu Abitur nach 13 Jahren bereits gefallen – Kultusministerin führt Eltern und Schüler an der Nase herum

Hannover. Die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren ist in Niedersachsen offenbar bereits entschieden. Das meint der FDP-Bildungspolitiker Björn Försterling und verweist unter anderem auf Aussagen von zwei SPD-Abgeordneten in der HNA (“Turbo-Abi muss weg“). “Dennoch tritt die Kultusministerin ohne ersichtlichen Grund auf die Bremse. Schüler und Eltern werden regelrecht an der Nase herumgeführt”, kritisiert der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion.

Gerade in diesen Wochen müssten viele Eltern von Viertklässlern darüber entscheiden, auf welche Schule ihr Kind gehen soll. “Es wäre doch gut, wenn die Landesregierung den Eltern Klarheit geben könnte. Rot-Grün will offenbar, kann wegen der Kultusministerin aber nicht.”

Auf die Frage nach der “Zurückhaltung der Ministerin” wird die SPD-Parlamentariern Gabriele Andretta in der HNA zitiert, die Ministerin “müsse zunächst den Dialog führen”. Försterling schließt daraus: “Die Entscheidung ist also schon gefallen. Jetzt muss man also noch eine zeitlang so tun als ob.”

Der FDP-Bildungsexperte wirbt erneut für eine Wahlfreiheit für die Schüler nach der 10. Klasse. “Die FDP im Landtag hat dazu bereits einen fertigen Gesetzentwurf vorgelegt, der morgen im Kultusausschuss des Landtags beraten wird. Es gibt also keinen Grund, weiter Zeit zu schinden. Eine Änderung bereits zum nächsten Schuljahr ist möglich”, sagt Försterling.