Försterling: Placebo-Spiel der Kultusministerin geht weiter – Erste Ergebnisse der Online-Umfrage nicht aussagekräftig

Die von Kultusministerin Heiligenstadt heute vorgestellten ersten Ergebnisse der Online-Befragung der Lehrkräfte in Niedersachsen sind aus Sicht der FDP-Fraktion im Landtag Niedersachsen nicht aussagekräftig. “Spannend wäre gewesen, wenn die Ministerin heute auch die freien Antworten der Lehrkräfte vorgestellt hätte. Hieraus ließen sich bessere Rückschlüsse ziehen, als aus den jetzt präsentierten Zahlen und Grafiken”, so der FDP-Bildungspolitiker Björn Försterling. Für die Erkenntnis, dass sich die Lehrkräfte von der Ministerin alleine gelassen fühlen, hätte man keine Umfrage machen müssen. “Dafür hätte es ausgereicht, wenn Frau Heiligenstadt mal in eine Schule gegangen wäre und mit Lehrkräften gesprochen hätte”, zieht Försterling ein Resümee zu den ersten Ergebnissen, welche eine wahrgenommene mangelnde Unterstützung der Lehrkräfte aufzeigen.

Insgesamt sei aus Sicht der FDP jedoch festzuhalten, dass diese Umfrage keine Arbeitszeitstudie sei, wie sie vom Ministerpräsidenten noch im November beim Philologenverband angekündigt ‎worden war. “Das ist ein weiterer Akt im Placebo-Spiel der Kultusministerin. Sie weigert sich eine ordentliche Arbeitszeitstudie für die Lehrkräfte auf den Weg zu bringen” stellt Björn Försterling fest. Dieses Vorgehen entspricht nicht den Forderungen und Wünschen der Lehrkräfte und Schulleitungen in Niedersachsen. Vielmehr wolle man vor der Kommunalwahl noch Aktionismus beweisen. “Der Ministerpräsident ist jetzt gefordert seiner Ministerin einen klaren Auftrag zu einer Arbeitszeitstudie zu erteilen und zügig entlastende Maßnahmen auf den Weg zu bringen. Zudem sollte er sich im November dem Philologentag stellen und sagen, was aus seinen Ankündigungen geworden ist”, fordert Försterling.

Hintergrund: Kultusministerin Heiligenstadt stellte heute erste quantitative Ergebnisse ihrer Online-Umfrage unter niedersächsischen Lehrkräften vor.