Gero Hocker: Die Grünen machen sich zum Steigbügelhalter der Solar-Lobby – zu Lasten der Stromkunden

Hannover. Der FDP-Umweltpolitiker Gero Hocker hat kein Verständnis für die Kritik der Grünen an der geplanten Solar-Kürzung. „Die Photovoltaik erbringt 3 Prozent des deutschen Stroms aus Erneuerbaren Energien, kostet aber 50 Prozent der EEG-Förderung – das ist keinem Stromkunden mehr vermittelbar”, meint Hocker. Es sei richtig, dass sich der Bundeswirtschaftsminister so deutlich für eine Kürzung der Solar-Förderung eingesetzt habe. „Mit der Akzeptanz für die Erneuerbaren Energien steht nicht weniger als das Gelingen der Energiewende auf dem Spiel. Jeder Euro, der jetzt weniger im bodenlosen Fass der Photovoltaik versinkt, steht nun für Offshore, Leitungsausbau oder etwa der Forschung an Speichertechnologien zur Verfügung.”

Laut einer aktuellen Studie der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen sind etwa 10 Millionen Haushalte in Deutschland wegen der steigenden Energiepreise von Energiearmut betroffen. Allein 2010 musste demnach in 600.000 Haushalten wegen unbezahlter Rechnungen der Strom abgedreht werden. Hocker sagt: „Es ist geradezu zynisch, wie die Grünen sich zum Steigbügelhalter der Solar-Lobby machen, während für die Stromkunden die Preise explodieren. Grüne Politik muss man sich eben leisten können.”

Nach wie vor sei der Schönwetter-Strom weit von der Wettbewerbsfähigkeit entfernt. „Wenn die Photovoltaik nur durch Strompreiserhöhungen auf das Niveau des Stroms aus der Steckdose kommt, dann ist das keine Wettbewerbsfähigkeit. Diese Subventionierung können wir uns angesichts der Energiewende nicht mehr leisten. Dank Philipp Röslers Engagement ist jetzt Schluss mit der Photovoltaik-Verschwendung”, so der umweltpolitische Sprecher der FDP-Fraktion.