Gero Hocker: Energiewende darf nicht auf dem Rücken von Studenten, Rentnern und ärmeren Familien finanziert werden

Hannover. Die Energiewende ist für den FDP-Umweltpolitiker Gero Hocker allen voran eine soziale Frage. Das werde jetzt auch in einer Studie von INSM und IW Köln deutlich. „Die Ergebnisse sind teilweise erschreckend: Durch das EEG werden ärmere Haushalte relativ bis zu zehnmal schwerer belastet als Haushalte mit hohem Einkommen. Hinzu kommt, dass die Kosten durch ineffiziente Förderung zum Teil unnötig hoch sind”, so Hocker. „Es kann aber nicht sein, dass die Energiewende auf dem Rücken von Studenten, Rentnern und ärmeren Familien finanziert wird.”

Benötigt wird Hocker zufolge mehr Wettbewerb zwischen den verschiedenen Technologien. „Denn von Wettbewerb profitieren immer die Verbraucher. Von staatlich garantierten Preisen profitieren nur die Investoren.” Der umweltpolitische Sprecher der FDP-Fraktion plädiert dafür, statt des EEGs den Emissionshandel stärker auszubauen: „Jede Tonne CO2, die durch das EEG vermieden wird, ist mehr als 13 mal so teuer als durch den Handel mit Verschmutzungszertifikaten. Das zeigt: Der Emissionshandel ist die bessere Lösung.”

Hohe Kosten könnten die gesamte Energiewende gefährden, befürchtet Hocker. „Wenn durch hohe Kosten die Akzeptanz für die Energiewende schwindet, ist das ganze Projekt akut gefährdet. Wir können uns aber nicht leisten, jetzt auf halber Strecke stecken zu bleiben. Deswegen müssen wir schleunigst den Ordnungsrahmen für echten Wettbewerb unter den Erneuerbaren schaffen”, so Hocker.

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Die vollständige Studie zum EEG als pdf