Gero Hocker: Natura 2000 darf Anglern nicht den Zugang zu Gewässern verwehren – Landesregierung muss Musterverordnung stoppen

Hannover. Der umweltpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Gero Hocker, sieht durch die Musterverordnung über die Sicherung der Natura-2000-Gebiete den Angelsport in Niedersachsen bedroht. „Es hat mittlerweile System, wie diese Landesregierung mit falschen Vorstellungen zu Natur- und Artenschutz Landwirten, Jägern und Anglern das Leben immer schwerer macht. Dabei sind das genau die Menschen, die in Niedersachsen einen größeren Beitrag zu Natur- und Artenschutz leisten, als alle anderen. Statt aber auf die nachgewiesene Kompetenz dieser Fachleute zu hören und zu vertrauen, verlässt sich Umweltminister Wenzel lieber auf das, was Nabu und BUND ihm sagen“, erklärt Hocker. Dabei sei eine Mitgliedschaft in diesen Verbänden nicht von Sachkenntnis abhängig, anders als bei Jägern und Anglern.

Das grundsätzliche Misstrauen gegen speziell Jäger und Angler schlage sich auch in der Arbeitshilfe nieder, die der Niedersächsische Landkreistag gemeinsam mit dem NLWKN zur Sicherung von Natura-2000-Gebieten verabschiedet habe. „Diese Arbeitshilfe ist ein Schlag ins Gesicht der abertausend Angler in Niedersachsen. Sie sammeln Müll an den Ufern, bauen Fischtreppen und setzen jedes Jahr für tausende Euro Fische in die Gewässer. Sie kümmern sich täglich aktiv um den Umwelt- und Artenschutz. Doch der Umweltminister behandelt sie wie Aussätzige und will ihnen den Zugang zu den Gewässern verwehren. Das ist nicht hinnehmbar und deshalb fordere ich Minister Wenzel auf, das NLWKN anzuweisen, diese Musterverordnung zurückzuziehen. Statt gegen die Angler zu arbeiten, solle Wenzel lieber auf deren Sachkenntnis und Kooperation setzen.

Hintergrund: Der Landtag debattierte heute über den beigefügten Antrag der FDP-Fraktion „Naturnutzung ermöglichen, Angelverbote vermeiden – Natura 2000 praxisgerecht umsetzen.