Gero Hocker: Steigende EEG-Umlage – Energiepolitik der Großen Koalition bedroht niedersächsischen Mittelstand

Der energiepolitische Sprecher der Freien Demokraten im Landtag Niedersachsen, Gero Hocker, kritisiert die Energiepolitik der Großen Koalition in Berlin scharf: „Die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes war der reinste Rohrkrepierer. Wie erste Studien zeigen, wird die EEG-Umlage auf ein neues Rekordhoch steigen und Unternehmen in Niedersachsen stark belasten.“ Insbesondere die internationale Wettbewerbsfähigkeit des niedersächsischen Mittelstands habe unter den steigenden Kosten der Energiewende zu leiden, mahnt Hocker, aber auch die privaten Haushalte: „Neben steigenden Mieten und Nebenkosten, einer nullverzinsten Altersvorsorge, der Fortführung des Soli und steigenden Rentenbeiträgen ist dies die nächste Pille, die die Steuerzahler in Deutschland zu schlucken haben“ kritisiert der Energieexperte.

Hocker fordert von Union und SPD im Bund einen kompletten Neuansatz in der Energiepolitik: „Nur marktwirtschaftlicher Wettbewerb wird zu sinkenden Strompreisen führen. Nur der Emissionshandel kann den CO2-Ausstoß verringern. Milliarden-Umverteilungsprogramme wie das EEG helfen nur den Lobbyisten aber nicht den Stromkunden.“

Hintergrund: Laut einer Studie des IW Köln wird die EEG-Umlage von derzeit 6,35 Cent/kWh auf 7 Cent/kWh in 2017 und bis zu 10 Cent/kWh im Jahr 2025 steigen. Das bedeutet bis 2025 eine Steigerung der Förderkosten von 23,1 Milliarden Euro auf 32,9 Milliarden Euro. Der Durchschnittshaushalt würde demzufolge anstatt bisher 264 Euro zukünftig 416 Euro EEG-Umlage pro Jahr zahlen (inkl. Mehrwertsteuer).