Gero Hocker: Widerstand gegen Windkrafterlass wird weiter wachsen – Tanke handelt nach Gutsherrenart

Hannover. Der energiepolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Gero Hocker, hat den Windkrafterlass der rot-grünen Landesregierung erneut kritisiert. „Für diesen Windkrafterlass gibt es im ganzen Land kaum Unterstützer – aber von hunderten Bürgerinitiativen massiven Widerstand. Es ist an der Zeit, dass ihn der Umweltminister endlich zurücknimmt“, sagte Hocker am Freitag im Landtag. Er gehe davon aus, dass nach der Kommunalwahl im September der Gegenwind gegen diese Regelung sowieso noch stärker werde.

Mittlerweile sei schließlich nicht nur der Windkrafterlass und wie er zustande gekommen sei ein Skandal, sondern auch der Umgang einzelner Abgeordnete mit der Windkraft. Hocker sprach damit den Widerstand des SPD-Generalsekretärs Detlef Tanke gegen Anlagen vor seiner Haustür an. „Herr Kollege Tanke, wie es Ihnen in Ihrer eigenen Welt gelingt, sich gleichzeitig hier aus Hannover für zusätzliche Windkraftanlagen im ganzen Land einzusetzen, und in Ihrer Heimat seit mittlerweile zwölf Jahren einen erbitterten Kampf gegen neue Anlagen führen, das müssen Sie mir mal erklären“, sagte Hocker. Scheinbar gebe es in der SPD-Landtagsfraktion Kollegen, die es von Menschen im ganzen Land verlangen, immer neue Anlagen zu akzeptieren, bei eigener Betroffenheit aber sehr wohl die Reißleine ziehen. Hocker warf dem SPD-Abgeordneten vor: „Ihr Verhalten ist in hohem Maße unaufrichtig und von einer unerträglichen Gutsherrenmentalität geprägt.“

Hintergrund: Im Landtag wurde am Freitag über den Antrag der FDP-Fraktion zur Rücknahme des Windkrafterlasses debattiert. Dabei ging es auch um die Berichterstattung, dass SPD-Generalsekretär Detlef Tanke Windräder vor der eigenen Haustür stoppen ließ. Die FDP-Fraktion hat mehrere Anfragen zu diesem Thema gestellt, um die genauen Hintergründe zu erfragen.