#guterwurf für beste Bildung

KitaG

Qualität braucht einen guten Rahmen - Frühkindliche Bildung ernst nehmen

In Krippe und Kita werden die Grundsteine für Bildungskarrieren gelegt. Um diesen Anspruch gerecht zu werden, benötigen die Fachkräfte vor Ort ausreichend Ressourcen für ihre wichtige Arbeit. Nur eine fachliche und intensive Betreuung schafft die Möglichkeiten, Entwicklungsschritte aktiv zu begleiten, Förderbedarfe, Talente und Begabungen im Detail zu erkennen und individuelle Lern- und Entwicklungsunterstützung anzubieten. 

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Wir wissen, 

  • dass frühkindliche Bildung mehr Zeit der Fachkräfte benötigt, um den Kindern gerecht zu werden,
  • dass frühkindliche Bildung motivierte Auszubildende benötigt, die nicht draufzahlen müssen in der Ausbildung,
  • dass frühkindliche Bildung die dritte Kraft im Kindergarten benötigt, sofort refinanziert und ab 2030 verbindlich,
  • dass frühkindliche Bildung bedeutet, Kindern mit besonderem Bedarf und ihren Eltern einen Rechtsanspruch auf Inklusion im Kindergarten einzuräumen,
  • dass frühkindliche Bildung bedeutet, dass die gesamte Familie einbezogen wird und Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren weiterentwickelt werden.

Darum haben wir das Kita-Gesetz der großen Koalition abgelehnt. 

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Unser #guterWurf für beste Bildung liegt auf dem Tisch. Die Landesregierung müsste nur zugreifen!

Unser #GUTERWURF FÜR BESTE BILDUNG

Nach mehr als 25 Jahren war es höchste Zeit für ein neues Kita-Gesetz. Der Entwurf, den die Landesregierung jetzt vorgelegt hat, verbessert die Situation in den Kitas allerdings nicht. In einigen Bereichen würde er ganz im Gegenteil sogar für eine Verschlechterung sorgen.

Das sehen nicht nur wir so. Schon im Anhörungsverfahren im Kultusausschuss des Landtags gab es massive Proteste und Einwände seitens der Träger, Verbände und Fachkräfte – und sie reißen auch jetzt nicht ab. Leider verhallen alle Appelle und jede Kritik bislang aber ungehört von der Landesregierung.

Mehr Qualität geht nur mit mehr Geld. Mit der Beitragsfreiheit für Kitas hat die Landesregierung zwar eine Forderung umgesetzt, die wir grundsätzlich unterstützen. Sie hat allerdings den zweiten vor dem ersten Schritt gemacht. An erster Stelle hätte eine Qualitätsinitiative stehen müssen.

Für mehr Qualität in der frühkindlichen Bildung wollen wir:

1. Dritte Kraft für alle Gruppen ab sofort

Wir brauchen die dritte Kraft auch im Kindergarten. Ein Betreuungsschlüssel von 2:25 reicht nicht aus, um jedes Kind individuell zu fördern. Insbesondere für die Sprachförderung brauchen die Kitas mehr Personal. Die Landesregierung schiebt diese Entscheidung vor sich her und kalkuliert auch keine vollen Stellen, sondern maximal 20 zusätzliche Stunden pro Woche und Gruppe ein. Das reicht nicht! Unser Gesetzentwurf, der zeigt wie es gehen kann, liegt auf dem Tisch : Gesetz zur Änderung des Gesetzes über Tageseinrichtungen für Kinder | FDP Fraktion Niedersachsen (fdp-fraktion-nds.de)

2. Mehr Zeit

Die Verfügungs-, Leitungs- und Vorbereitungszeiten müssen erhöht werden. Allein für Diagnostik, Absprachen mit den Eltern und die Entwicklung von Förderplänen ist jetzt schon mehr Zeit notwendig als vorgesehen.

3. Ausbildungsvergütung

Die Initiative der FDP-Landtagsfraktion, die ErzieherInnen-Ausbildung zu vergüten, wurde vor drei Jahren von der GroKo abgelehnt. Wir halten die Forderung aber für aktueller denn je, um mehr junge Menschen für diesen Beruf zu gewinnen.  https://www.landtag-niedersachsen.de/Drucksachen/Drucksachen_18_02500/00501-01000/18-00638.pdf Dabei reicht es nicht aus, wie von der Landesregierung geplant, wenige vergütete Stellen zu schaffen. Alle Auszubildenden müssen unabhängig von BAföG oder anderen Krediten bzw. Sozialleistungen ausgebildet werden.  Die Attraktivität dieses für unsere Gesellschaft so wichtigen Berufs muss gesteigert werden, um gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen kompetent begegnen zu können. Der erste Schritt in diese Richtung ist die Einführung einer adäquaten Ausbildungsvergütung sowohl für angehende Sozialassistentinnen und Sozialassistenten als auch für angehende Erzieherinnen und Erzieher.

4. Anspruch auf Inklusion

Es gibt einen Anspruch auf einen inklusiven Krippenplatz, aber nicht auf einen inklusiven Kita-Platz. Wir wollen den Eltern ermöglichen, den besten Platz für ihr Kind zu wählen. Das können heilpädagogische Kitas sein, aber eben auch inklusive Einrichtungen. Wichtig ist deshalb, dass beides gleichwertig gefördert wird. Bisher werden heilpädagogische Einrichtungen finanziell deutlich besser ausgestattet. Hier muss Gleichheit für eine freie Auswahl geschaffen werden. 

5. Familienzentren

Kindertagesstätten sind und leisten heute viel mehr als noch vor 25 Jahren. Ihnen kommt eine wichtige Bedeutung in der Familienarbeit zu. Diese findet sich im aktuellen Gesetzentwurf aber nicht wieder. Wir müssen die Chance bieten, dass sich Kitas zu Familienzentren weiterentwickeln können.

6. Mehr Geld für mehr Qualität

All diese notwendigen Maßnahmen kosten Geld. Der Bund hat dafür Mittel zur Verfügung gestellt. Die Landesregierung ist jetzt gefragt, diese Gelder eins zu eins in Qualität umsetzen und die Bundesmittel müssen verstetigt werden.

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