Hermann Grupe: Debatte um Werkverträge in der Fleischindustrie greift zu kurz

Die Debatte um Werkverträge in der Fleischindustrie greift für den agrarpolitischen Sprecher der FDP-Fraktion, Hermann Grupe, deutlich zu kurz: „In Bezug auf die Schlachthöfe sind die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten und die Belange des Tierschutzes untrennbar miteinander verknüpft. Eine echte Verbesserung der Situation für Menschen und Tiere kann nur eintreten, wenn alle Bereiche angegangen werden. Das Problem muss differenziert betrachtet werden“, so Grupe. Wie das aussehen könnte, habe die FDP-Fraktion gemeinsam mit der Fraktion der Grünen bereits im vergangenen Jahr in einem umfangreichen Antrag formuliert, der dann auch mit den Stimmen von SPD und CDU im Landtag verabschiedet wurde. „Umgesetzt hat die Landesregierung aus diesem gemeinsamen Beschluss bisher noch nichts. Es ist deshalb scheinheilig, nun wieder Missstände zu beklagen und Konsequenzen zu fordern. Die ganze Debatte belegt vor allem eines: Die bisherige Untätigkeit dieser Landesregierung“, erklärt Grupe weiter.

 

 

Hintergrund: Anlässlich größerer Corona-Ausbrüche in Schlachthöfen plant das Bundeskabinett ein Verbot von Werkverträgen in der Fleischindustrie mit dem Ziel, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Minister Althusmann hat sich vor diesem Hintergrund heute mit Vertretern der Fleischindustrie zu einem Runden Tisch getroffen.