Hermann Grupe: FDP-Initiative bringt Bewegung in die Digitalisierung der Landwirtschaft

Der landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Hermann Grupe, begrüßt, dass die große Koalition einen von zehn Punkten des FDP-Antrags zur Digitalisierung der Landwirtschaft aufgegriffen und selbst in einem Antrag thematisiert habe. „Die Basis ist ein wirklich leistungsfähiges Netz in der gesamten Fläche bis zum letzten Bauernhof. Größere Betriebe wenden das RTK-Korrektursignal bereits an, wir möchten, dass es auch den kleinen und mittleren Betrieben zum Standard wird. Damit lässt sich nicht nur eine deutlich höhere Genauigkeit erzielen, sondern unter Einsparung von Ressourcen Präzisionslandwirtschaft betreiben mit gleich guten oder sogar besseren Erträgen“, so Grupe. Ein weiterer wesentlicher Faktor sei dabei auch Einspeisung agrarmeteorologischer Informationen des Deutschen Wetterdienstes und anderer Daten, wie beispielsweise Geodaten.

Die Landwirtschaft nehme im Bereich der Digitalisierung eine Vorreiterrolle ein, die es auszubauen gelte. Es gehe darum, ökologische und ökonomische Aspekte zusammenzubringen und zu verknüpfen. „Wir wollen durch hochgenaue Systeme die Bedürfnisse der Pflanzen in den Mittelpunkt stellen. Die Perspektive ist, dass kleine autonome Pflanzroboter, die selbständig über GPS navigieren und sich mittels Kameras und Laserscanner orientieren, jede einzelne Pflanze nach Bedarf mit Wasser und Nährstoffen versorgen und vor Schadenerregern und Krankheiten schützen. Man behandelt dann die Einzelpflanze, was zu Einsparungen bei den chemischen Mitteln um 80 bis 90 Prozent führen könnte“, erklärte Grupe weiter. Die neuen Technologien böten begeisternde Perspektiven, die durch die Politik dringend gefördert werden sollten.

Hintergrund: Der Niedersächsische Landtag debattierte gestern über die Digitalisierung der Landwirtschaft.