Hermann Grupe: Landesregierung verschläft die Digitalisierung der Landwirtschaft – Wir brauchen ein Gesamtkonzept und keine weitere Verschleppung

Der landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Hermann Grupe, fordert von der Landesregierung deutlich mehr Tempo bei der Digitalisierung der Landwirtschaft. Die Agrarministerkonferenz habe bereits im März 2017 gefordert, den Korrekturdienst für Agrarbetriebe kostenlos zur Verfügung zu stellen. Rheinland-Pfalz und Bayern hätten dies im Sommer 2017 auch direkt umgesetzt, die meisten anderen Bundesländer seien mittlerweile längst gefolgt. „Obwohl die FDP-Fraktion im Juni 2017 bereits einen umfangreichen Antrag zur Digitalisierung in der Landwirtschaft eingebracht hat, der auch kostenlose Korrektursignale beinhaltet, hat die Landesregierung bis heute gebraucht, um zumindest den Versuch zu unternehmen, diesen wichtigen Schritt auf den Weg zu bringen“, so Grupe. Das sei es in diesem Bereich dann aber auch schon gewesen, von weitergehenden Maßnahmen fehle jede Spur. „Sie brüsten sich hier mit einem Digitalisierungsprogramm von 1 Milliarde Euro, kriegen aber bei der Digitalisierung der Landwirtschaft nicht die kleinste Kleinigkeit umgesetzt. Hier wird geredet und verschleppt, statt zu handeln“, kritisiert Grupe. Eine große Sorge gelte beispielsweise den leistungsfähigen Netzen, die es in Niedersachsen gerade in den ländlichen Regionen immer noch nicht flächendeckend gebe – dabei seien diese die Voraussetzung für den Einsatz jeglicher digitaler Dienste in der Landwirtschaft.

Hintergrund: Der Niedersächsische Landtag debattierte gestern über die Digitalisierung in der Landwirtschaft.