Hermann Grupe: Meyers Güllekataster ist typische grüne “Zwangsbeglückungspolitik”

Hannover. Der FDP-Landwirtschaftsexperte Hermann Grupe sieht in dem von Minister Meyer geplanten Güllekataster den Ausdruck einer typisch „grünen Zwangsbeglückungspolitik”. Statt mit den Landwirten vertrauensvoll zusammenzuarbeiten, soll mit dem Güllekataster ordnungs- und zwangsrechtlich gesteuert werden. „Dabei würden die Bauern im Nordwesten die Gülle gern an die Bauern im Süden verkaufen, weil dort der Bedarf groß ist. Dieser Ausgleich scheitert aber derzeit an den für den weiten Transport nötigen Zwischenlagern”, sagt Grupe.

Mit dem Güllekataster suggeriert Meyer, dass eine genaue Erfassung der Gülle-Ausbringung zu einer besseren Verteilung im Lande führen kann. Viel wichtiger als teure und datenschutzrechtlich fragwürdige Symbolpolitik wäre aber eine bessere Genehmigungspraxis für den Errichtung von Güllelagern. „Ohne diese kann die Gülle nicht vom Nordwesten in den Süden Niedersachsens transportiert werden”, so Grupe.

Der FDP-Abgeordnete meint: „Keiner stand einer Lösung der Gülle-Problematik bislang mehr im Wege als Christian Meyer”. In Süd-Niedersachsen habe er jahrelang an der Spitze der Bewegung gestanden, die die Ausbringung von Gülle auf den Äckern massiv bekämpft und schlecht geredet hat. „Es ist an der Zeit für ein klares Bekenntnis des Ministers, ob er die sinnvolle Anwendung der organischen Düngemittel in vieharmen Regionen mit entsprechendem Nährstoffbedarf unterstützt.”