Hermann Grupe: Minister Lies lernt einfach nicht dazu – Jagd auf einzelne Wölfe ersetzt keine wirksame Wolfsverordnung

Der landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Herman Grupe, kritisiert die Ankündigung von Umweltminister Lies zur Wolfsjagd in der Region Uelzen: „Nachdem die Jagd auf den Rodewalder Rüden krachend gescheitert ist, macht der Minister jetzt hilf- und planlos bei den nächsten Wölfen weiter, wie zuvor. Er lernt einfach nicht dazu. Noch vor einer Woche stellte Minister Lies fest, dass die Jagd auf einen individuellen Wolf völlig sinnlos ist und nun benennt er wieder einzelne Tiere.“

Grupe fordert erneut eine Abkehr von der bisherigen Praxis, die nur die Freigabe einzelner Tiere zum Abschuss ermöglicht. „Es ist völlig realitätsfern, ein Herdentier zu individualisieren. Wer den  Nutztierhaltern vorgaukelt, dass auf diesem Wege ihre Situation verbessert würde, verhöhnt diese nur. Das einzig wirksame Mittel, um die Wolfspopulation zu begrenzen, ist die lange von ihm angekündigte Wolfsverordnung. Unser Vorschlag liegt auf dem Tisch“, so Grupe weiter.

 

 

Hintergrund: Am Montag teilte das Umweltministerium mit, dass nach mehreren Wolfsangriffen auf Weidetiere im Raum Uelzen für weitere Tiere eine Abschussgenehmigung erteilt würde.