Hermann Grupe: Niedersachsen braucht ein funktionierendes Wolfsmanagement – Eine Schutzjagd auf Wölfe muss möglich sein

Der landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Hermann Grupe, fordert die Landesregierung auf, endlich im Bereich des Wolfsmanagements tätig zu werden. „Die Wolfspopulation hat in Deutschland längst den günstigen Erhaltungszustand überschritten. Der deutsche Jagdverband geht für das kommende Frühjahr von mehr als 1800 ausgewachsenen Tieren aus. Gemeldet hat die Bundesregierung an die EU jedoch nur 166 erwachsene Wölfe. Man muss sich wundern, dass die EU kein Verfahren gegen Deutschland wegen notorischer Falschdarstellung der Tatsachen einleitet“, so Grupe. Er fordere Umweltminister Lies auf, sich von diesen Zahlen zu distanzieren und sie richtigzustellen.

Auf der Basis korrekter Zahlen könne Lies dann auch endlich wirksame Maßnahmen ergreifen, wie beispielsweise die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht zu beantragen. „Ihre bisherige Wolfspolitik ist auf ganzer Linie gescheitert. Ermöglichen sie endlich die Schutzjagd auf Wölfe! Besendern sie endlich mindestens einen Wolf pro Rudel! Und sorgen sie für wolfsfreie Zonen“, so Grupe. Die berechtigten Sorgen der Weidetierhalter dürften nicht länger ignoriert werden. „Helfen sie außerdem den Weidetierhaltern, indem sie die Vergabe von Entschädigungen und Zuschüssen zu Schutzmaßnahmen endlich entbürokratisieren und entkriminalisieren“, fordert Grupe.

 

Hintergrund: Der Niedersächsische Landtag debattierte heute im Rahmen der Aktuellen Stunde der FDP-Fraktion „Weidetiere retten, aktives Wolfsmanagement einführen“ über die Wolfspolitik der Landesregierung.