Hermann Grupe: Risikoausgleichsrücklage und Mehrgefahrenversicherung – Landwirtschaft braucht bessere Möglichkeiten, Risiken abzufedern

Der landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Hermann Grupe, fordert bessere Rahmenbedingungen für Landwirte, um deren Betriebe krisenfester zu machen. „Bauern sind selbständige Unternehmer und nehmen die Verantwortung, die damit einhergeht, wahr. Das Wetter ist nur einer von vielen Risikofaktoren, denen dieser Berufsstand ausgesetzt ist. Geringere Erntemengen können auch Chancen bei der Preisentwicklung bedeuten“, so Grupe. Er fordere langfristige Lösungsansätze von der Politik. „Wenn aufgrund des Klimawandels immer häufiger extreme Witterungslagen zu erwarten sind, braucht die Landwirtschaft bessere Möglichkeiten, solche Risiken abzufedern. Dazu gehört eine steuerfreie Risikoausgleichsrücklage, wie sie auch in anderen Wirtschaftsbereichen verfügbar ist. Darüber hinaus sollten Anreize geschaffen werden, eine Mehrgefahrenversicherung in der Landwirtschaft zu etablieren“, erklärt Grupe weiter. Gleichwohl plädiere er für individuelle Hilfen in der aktuellen Krisensituation. „Das Ausmaß der derzeitigen Dürre ist heute noch gar nicht abzusehen. In den besonders betroffenen Regionen drohen aber Notlagen aufgrund von höherer Gewalt. Staatliche Nothilfen sind in solchen Fällen richtig, sie müssen sich aber an der Betroffenheit der einzelnen Betriebe ausrichten“, fordert Grupe.

Hintergrund: Der Rekordsommer 2018 beeinträchtigt die Erträge der Landwirte vor allem durch die anhaltende Dürre enorm. Für nicht wenige Betriebe hat sich die Situation mittlerweile zu einer existenziellen Krise entwickelt.