Hermann Grupe: Rot-Schwarze Koalition blockiert Entscheidung zu Schalldämpfern

Der landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Hermann Grupe, hat die Blockadehaltung der GroKo gegen eine vereinfachte Zulassung von Schalldämpfern für die Jagd scharf kritisiert. „Die Regierungskoalition ist in dieser Frage völlig zerstritten und drückt sich daher um eine Entscheidung“, sagte Grupe nach der Sitzung des Ausschusses am Mittwoch. Die Beratung zurückzustellen, bis die erwartete Gesetzesinitiative zur Änderung des Waffengesetzes auf Bundesebene vorliege, sei reine Politikverweigerung. Die Groko weigere sich, ihre eigene Schaufensterpolitik zu korrigieren.

„Schon die Änderung des Jagdgesetzes, die das Verbot von Schalldämpfern für Jäger mit Jagdscheinen aufgehoben hat, war eine reine Mogelpackung der rot-schwarzen Regierung“, so Grupe weiter. Die Zulassung sei durch die Auflagen letzten Endes faktisch unmöglich. Er wies erneut auf die gesundheitsgefährdenden Lärmbelastungen hin: „Ein wiederholter Schussknall bei den Jägern kann unter Umständen zu Tinnitus oder Schwerhörigkeit führen. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum Jäger und Jagdhunde dem weiterhin ausgesetzt sein sollen“, so Grupe weiter.

Hintergrund: Der Antrag der FDP-Fraktion sieht vor, die Verwaltungspraxis zur Zulassung von Schalldämpfern aus Bayern zu übernehmen. Durch eine Bundesratsinitiative sollte der bedürfnisgerechte Erwerb von Schalldämpfern durch Jäger mit Jagdscheinen ermöglicht werden.