Hermann Grupe: Wolfsbestand wächst rasant und bedroht Wild- und Nutztiere – Wolf ins Jagdrecht aufnehmen

Der landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Hermann Grupe, kritisiert die Landesregierung für ihre Erfolglosigkeit bei der Wolfsbejagung: “Vor einem halben Jahr wurde der Abschuss von Wölfen erleichtert, trotzdem wurde bislang kein einziger Wolf in Niedersachsen unschädlich gemacht.” Nach Schätzungen der Landesjägerschaft habe sich der Wolfsbestand in Niedersachsen im Vergleich zum Vorjahr um fast 50 % auf nun 350 Tiere erhöht. Grupe: “Dem Wolf geht es in Niedersachsen hervorragend. Der Bestand ist schon lange nicht mehr gefährdet, sondern er nimmt rasend zu. Inzwischen bedroht er nicht nur Weidetiere, sondern auch die Wildbestände.” Nach einer Berechnung der Weidetierhalter fressen die geschätzten 350 Wölfe in Niedersachsen ca. 255.000 kg Fleisch im Jahr. Das entspräche jährlich ca. 10.000 Rehen. 

Für Grupe ist der Fall deshalb klar: “Der Wolf muss ins Jagdrecht. Es ist an der Zeit, den Bestand aktiv zu regulieren, wie es bei anderen Tierarten auch geschieht. Wenn sich die Wölfe in Niedersachsen weiterhin so rasant vermehren können, wie bisher, werden die Wildbestände dauerhaft Schaden nehmen und die Haltung von Weidetieren wird unmöglich. Dafür müssen wir beispielsweise an Deichen wolfsfreie Zonen einrichten, von denen wir das Raubtier komplett fernhalten.”

Hintergrund: Vor einem halben Jahr traten Erleichterungen für die Tötung von Wölfen in Kraft. In Niedersachsen wurde seither kein einziger Wolf geschossen.