Jan-Christoph Oetjen: Förderung von Plattdeutsch und Saterfriesisch gehört als Staatsziel in die Niedersächsische Verfassung

Hannover. Der FDP-Abgeordnete Jan-Christoph Oetjen fordert den Landtag auf, die Förderung der niederdeutschen Sprache in die Niedersächsische Verfassung aufzunehmen. „Plattdeutsch und Saterfriesisch sind Teil unserer Landeskultur. Außerdem haben wir die europäische Charta für Regional- und Minderheitensprachen ratifiziert und sind damit völkerrechtliche Verpflichtungen eingegangen. Es ist also aus verschiedenen Gründen jetzt an der Zeit, die Förderung des Niederdeutschen als Staatsziel in unsere Verfassung aufzunehmen“, so Oetjen. Dieser Schritt würde die besondere Bedeutung der niederdeutschen Sprache für Niedersachsen herausstellen sowie die Verpflichtung des Landes, diese zu fördern. Oetjen: „Ich glaube, in der Förderung des Niederdeutschen ist noch einiges zu tun. Ich erinnere an das Institut für niederdeutsche Sprache in Bremen, dessen Zukunft weiterhin ungewiss oder an die langjährig vorgebrachte Forderung, Niederdeutsch in die Kerncurricula aufzunehmen.“

Hintergrund: Die FDP-Fraktion hat heute einen Gesetzentwurf zur Änderung der Niedersächsischen Verfassung in den Landtag eingebracht. Er hat das Ziel, die Förderung von Plattdeutsch und Saterfriesisch in die Verfassung aufzunehmen.