Jan-Christoph Oetjen warnt vor Fachkräfte-Notstand bei Beamten – Landesregierung muss in die Offensive gehen

Hannover. Der FDP-Innenexperte Jan-Christoph Oetjen sieht die Zahlen aus dem Personalstrukturbericht der Landesregierung als Warnsignal. „Jetzt ist die Landesregierung in der Pflicht, damit es bei den Beamten in den kommenden zehn Jahren nicht zum Fachkräfte-Notstand kommt.“

Einem Zeitungsbericht zufolge gehen rund ein Viertel aller Landesbediensteten in den nächsten zehn Jahren in den Ruhestand. Der Bericht bezieht sich auf Zahlen aus der internen Personalstrukturanalyse des Landes.

Die Landesregierung muss jetzt in die Offensive gehen, fordert Oetjen. Zunächst sollte sie analysieren, welche Stellen auch in Zukunft gebraucht werden. „Außerdem muss sie die Besoldung verschlanken und vereinheitlichen, sowie die Ausbildungskapazitäten erhöhen“, so der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion. Auch sei eine Imagekampagne nötig, um junge Menschen für den Landesdienst anzuwerben.

„Der Druck nimmt nicht allein aufgrund der Pensionierungswelle zu. Er wird durch den Wettbewerb zwischen den Ländern zusätzlich verschärft“, meint Oetjen. „Hier hat die rot-grüne Landesregierung im letzten Jahr völlig falsche Signale gesetzt – zum Beispiel bei der verzögerten Tarifanpassung für Beamte.“ In Zukunft werde es auch darum gehen, Beamte in Niedersachsen gegenüber ihren Kollegen in anderen Bundesländern nicht mehr schlechter zu stellen.