Jörg Bode: Kaufprämie für Elektroautos ist blanker Aktionismus – Geld wäre in Forschung, anderen alternativen Technologien und Zukunftsfeldern besser angelegt

Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion, Jörg Bode, kritisiert die heute beschlossene Einführung der Kaufprämie für Elektroautos scharf. „Hier wird versucht, den Kunden Autos schmackhaft zu machen, die einfach nicht ihren Bedürfnissen entsprechen. Anstatt das Geld in die Forschung zu investieren, damit Elektroautos in die Lage versetzt werden, die Anforderungen der Kunden zukünftig zu erfüllen, ist diese Prämie blanker, undurchdachter Aktionismus. Es werden Autos subventioniert, die in ein paar Jahren niemand mehr fahren wird. Genau das wird dann am Ende eine katastrophale Umweltbilanz zum Ergebnis haben“, erklärt Bode. Es sei überhaupt nicht nachvollziehbar, dass hier Steuergelder nicht für den besten ökologischen Effekt eingesetzt würden, sondern für eine Technologie, die im Vergleich zu anderen alternativen Technologien mehr als zweifelhaft sei. Bode: „So sinnlos und unüberlegt Milliarden durch den Schornstein zu jagen ist schlicht unverantwortlich! Wir haben viele andere Zukunftsfelder, in die das Geld deutlich besser investiert wäre.“

Hintergrund: Gestern haben sich Bundesregierung und Autoindustrie auf Kaufprämien für Elektroautos verständig, um die schleppende Nachfrage anzukurbeln. Für reine E-Autos soll es ab Mai Zuschüsse von 4000 Euro geben, für Hybride mit ergänzendem Verbrennungsmotor 3000 Euro.